Die Grundlagen der ganzheitlichen Kieferorthopädie und das Grundprinzip der Bionatortherapie - Ganzheitlichkeit in der Kieferorthopädie

Man kann das Geschehen im Mundbereich nicht vom übrigen Organismus trennen, denn nach Prof. Balters hat jede Anomalie ihre Wurzeln im psychischen Bereich.

Jede kieferorthopädische Behandlung beeinflusst den ganzen Organismus. So sagt Prof. Pischinger:
„Auf jenen lokalen Reiz reagiert der Organismus als Ganzes.“

Aus dieser Grundüberlegung hat Prof. Balters bereits in den 50er Jahren die Bionatortherapie entwickelt.

Zu dieser Therapie gehört nicht nur die apparative Behandlung mit dem Bionator, sondern auch eine Umstellung der Ernährung und der Lebensweise. Damit trägt die Bionatortherapie zur Verbesserung der Gesundheit des Menschen bei.

Das Grundprinzip
Die Bionatortherapie setzt am Ursprung der Anomalie an. Sie versucht Staue zu lösen, Bewegung in die Staue zu bringen, Ge- und Bedrücktes wieder aufzurichten, Disharmonie in Harmonie zu überführen, kurz: sie will den Menschen seiner Individualiät zuführen.
Bei der schulmedizinischen Kieferregulierung werden die Zähne nach einer bestimmten Norm mit rein mechanischen Mitteln (Federn, Schrauben, Gummizüge) entlang der Zahnbögen bewegt, bei Zahnengstand wird durch „Ziehen“ der benötigte Platz geschaffen.

Mit den funktionellen Methoden der ganzheitlichen Kieferorthopädie dagegen werden alle körpereigenen Wachstumskräfte stimuliert und trainiert, so dass eine harmonische Mundraumentwicklung möglich wird.

Die Fehlstellungen werden durch einen speziellen Behandlungsapparat, den Bionator nach Balters, korrigiert.

Der Bionator besteht aus einem Kunststoffteil, einem Lippen-, Wangen-, Bogen- und einem Zungenbügel aus Draht. Das Gerät liegt, ohne Druck auszuüben, im Mund. Bei geschlossenen Lippen entstehen Sogräume im Mundinneren, die das Zahn- und Kieferknochenwachstum stimulieren. Mit Hilfe des Zungenbügels ändert sich die Zungenlage beim Schlucken. Gewebe und Muskulatur lockern sich, der Stoffwechsel wird optimiert.
Lymphstaue lösen sich auf. Nasenhöhle und Nebenhöhlen entwickeln sich, der Gaumen wird höher und breiter, die Zunge findet im Gaumengewölbe mehr Platz.
Zudem führt die Vorverlagerung des Unterkiefers zu einer Verbesserung der Kopfhaltung und zur Aufrichtung der Halswirbelsäule.

Insgesamt wird also das Wachstum des gesamten Skelettsystems günstig beeinflusst.




PRAXIS FÜR ZAHNHEILKUNDE Dr. Jan-Christoph Deupmann Heinrich-Heine-Straße 3 53757 Sankt Augustin Tel. 0 22 41 - 92 43 16